Der Audi 80 Typ 82 B1B 1976-1978

Das Facelifting im Herbst 1976 präsentierte den Audi 80 zum Modelljahr nach 650.000 produzierten Einheiten im neuen Gewand. Die intere Typenbezeichnung 82 bezeichnet das Faceliftmodel des Audi B1B. Optisch wurde vor allem auf eine größere Annäherung zum gerade erst erschienen Audi 100 Typ 43 gelegt. Große Breitbandscheinwerfer, ein bis in die Seitenteile herumgeführter Kühlergrill und in die Kotflügel einzezogene Blinklerflächen markiertten den stilistisch geschickt überarbeiteten Audi 80.  

 

 

 

Die Heckleuchten wurden vergrößert, eine Zierleiste unterhalb der Schlußlichter, neue Farben und Stoßfänger die bis zu den Radausschnitten reichen, waren bezeichnend für den neuen, reifen Jahrgang. Die Typenbezeichnungen änderten sich dementsprechend auch: links das Markenzeichen Audi und rechts die Ausstattungsvariante; L, LS, GLS, GTE und ohne Bezeichnung für die Grundaustattung, genannt: „nackte Laus“. Wobei nun schon Automatikgurte, verstellbare Kopfstützen vorne, wisch-Waschintervall und eine Heckscheibenheizung zur Grundaustattung gehörten. Der Tankdeckel ist nun abschließbar und der Kofferraumdeckel erhielt ein Drehflügelschloß. Innen wurde das Gebläse überarbeitet, getrennte Luftausströmer für Fußraum und Scheibendefroster und viele kleine Details ermöglichten nun eine bessere Dosierung der Heizluft. Die nächste Variante, L, hatte eine Velouraustattung, bezogene Tür- und Seitenholme, eine Uhr und Tageskilometerzähler, sowie Halogenscheinwerfer und für die BeifahrerInnen einen Make-up Spiegel und einen von innen verstellbaren Außenspiegel. Beim GLS gehörten dann schon getönte Scheiben, Zierleisten an den Radausschnitten, große Radkappen, innen Webplüsch Sitzbezüge, eine Mittelkonsole mit Voltmeter, Zigarettenanzünder und und und...  

 

 

 

 

Das Topmodell war wieder der GTE. Mit Sportsitzen, Sportlenkrad, Drehzahlmesser (gabs auch schon ab 85PS), Ölthemrometer, größere Reifen, einen Frontspoiler und eine Verbundglaswindschutzscheibe. Innen erhielten nun alle Modelle den Stil der kommenden „80er“, braunes (negro) Armaturenbrett aus genarbten Kunstleder und einer „sattelbraunen“ Blende.  

 

Im Allgemeinen wurde der Typ 82 ca. 30 kg schwerer als das erste Modell. Technisch gab es kaum Änderungen, die flossen schon in die laufende Modellpflege mit ein. Durch die Konkurrenz im eigenen Hause, dem VW Passat und der neuen, durch den Audi 100 Typ 43 vorgegebenen Linie war das Facelift fällig. Selbst wenn die eigentlich zierliche Linie der ersten serie somit aufgegeben wurde. Der Audi wirke nun moderner, war leiser und etwas schneller und sparsamer. Die Ingolstädter hatten sich etabliert. Im Mai 1978 erschien das „Millionenmodell“ und im Juli als „Super80“ das Sondermodell zur Feier des 1millionsten produzierten Audi 80. Diese sind neben dem John Player Audi 80 GTE, die einzig bekannten Sondermodelle . Insgesamt wurden es knapp 1,1 Millionen Audi 80. Und wieviel mehr hätten es ohne den Passat werden können?  

 

 

 

von Oliver Block http://www.audivorsprung.de

 

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